Teil eines Werkes 
3. Th. (1843)
Entstehung
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Nach einer Weile kam ſie wieder zurück nnd ſagte zu ihm:Das Fräulein hat viele Fragen in Betreff Ihrer an mich gemacht; ich habe jedoch geantwortet, ich kenne Sie nicht: ſie wird übrigens kommen... Erwarten Sie dieſelbe hier, ich gehe.

Mein Gott! welche Förmlichkeiten! dachte Prosper, ſich auf einen Stuhl niederlaſſend;übri⸗ gens muß ich bedenken, daß ich nicht mehr in Frank⸗ reich bin; daß Camilla hier adelig und eine Dame von Rang iſt! daß die republikaniſchen Ideen von der Familie eines Emigranten ſehr übel aufgenommen werden, und daß ich ehrerbietig mit derjenigen ſpre⸗ chen muß, die ſich vielleicht nicht einmal des Inti⸗ mität mehr erinnern will, die zwiſchen uns beſtan⸗ den hat.

Eine Thüre ging auf und Camilla erſchien. Seit ihrer Entfernung aus Frankreich war der Ausdruck ihrer Züge noch ſtrenger und ernſter geworden; ihre Geſtalt hatte ſich entwickelt, und ihr gemeſſener Gang war nicht mehr der eines jungen Mädchens, welches ſpielend auf den Feldern herumläuft. Prosper fand ſie noch reizender; Staunen und Bewunderung er⸗ griffen ihn bei ihrem Anblicke.

Als Camilla den ſie Erwartenden erkannte, er⸗ blaßte ſie, ſtützte ſich auf ein Möbel, und blieb einige Augenblicke ſprachlos. 3

Sie ſind es, mein Herr! begann Camilla end⸗ lich, und dieſe Worte drückte ſte mit einem ſolch vorwurfsvollen Tone aus, daß Prospers Herz ſich bereits verwundet fühlte.