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Während er dieſe Betrachtungen anſtellte, ſpazierte Prosper mit ſeinem Stock und ſeinem Erbtheil auf dem Rücken in Melun herum, betrachtete die Häuſer, Schilde und Gaſthöfe; und dann griff er mit der Hand nach ſeiner Hoſentaſche, worin ſich nur noch einige kleine Münzen befanden, die dem Beſitzer nicht geſtatteten, gleich einem großen Herrn zu leben.
Der Laden eines Perükiers, fiel dem jungen Mann in die Augen; er las über der Thüre:„Hier wer⸗ den die Patrioten raſirt und die Ariſto⸗ kraten barbirt.“
Prosper hatte noch keinen Bart, aber lange, hinten hinabhängende Haare, die nur mit einem Bande in einen Zopf zuſammengeknüpft waren. Er trat in den Perükierladen und ſchrie mit anmaßendem Tone: „Bürger! ich verlange, daß Du mich auf die revo⸗ lutionärſte Weiſe, die Du erſinnen kannſt, friſireſt... und Höllenwetter! wenn ich nicht zufrieden bin, kün⸗ dige ich Dir zum Voraus an, werde ich allen Perüken die Hölle heiß machen!“
Der Perükier war ein kleiner, äußerſt zaghafter
Mann, der in den einfachſten Begebenheiten außer⸗ ordentliche Dinge und in allen Fremden, die in ſeinen Laden kamen, wichtige Perſonen entdecken wollte.
Er raſirte eben einen dicken, etwa ſechzigjährigen Mann, deſſen Angeſicht höchſt gewöhnlich, roth und
finnig war, der aber ein paar kleine graue Augen
hatte, worin ein Ausdruck von Freimüthigkeit und
Gutherzigkeit lag. Beim Anblick Prospers und nachdem er geſprochen


