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Denn ich dachte bei mir: wenn ich verheirathet bin, wird uns Roger beſuchen... und ich werde ihn oft zum Mittageſſen einladen. Aber der Herr hat einen Groll gegen mich im Herzen behalten und achtzehn
Monate mit mir getrutzt, kaum ſeit ſechs Monaten kommt er in unſer Haus, und jetzt geht er zur Ar⸗ 5
mee ab! Sehr ärgerlich; das wird eine Leere in mir, ſo wie in meinem Manne, der Roger ſehr lieb hatte und alle Abend ſeine Partie Domino mit ihm ſpielte, zurücklaſſen!“—
Maximus' Mutter ſchenkte dem Geſpräch der jun⸗ gen Frau äußerſt wenig Aufmerkſamkeit, ſie ſchien ganz in ihre Betrachtungen verſunken zu ſein; zu⸗ weilen aber ſtieß ſie einen tiefen Seufzer aus, flü⸗ ſterte den Namen Franz Bremonts, und wiſchte ſich die aus ihren Augen fallenden Thränen ab.
Plötzlich hörte man das Geraſſel einer Chaiſe; bald hielt ſie vor dem Hauſe ſtill, und man vernahm die Stimme des Kutſchers, der bat, man möchte ihm die beiden Flügel des Hofthores aufmachen.
„Das iſt der Wagen des Her..., des Bürgers Derbrouck, ſagte Frau Bertholin; er kommt ohne Zweifel mit ſeiner Frau von Paſſy.“
„Wer iſt denn der Bürger Derbrouck?“ fragte Euphraſia, nachdem ſie den hübſchen bürgerlichen, vor dem Hauſe haltenden Wagen betrachtet hatte.
„Ein holländiſcher Bankier, der ſich ſeit einigen Jahren in Frankreich niedergelaſſen hat; ach! das iſt ein ſehr braver Mann, und ebenſo gutmüthig und gefällig, als rechtſchaffen.“


