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auf und trägt eine Carmagnole, darum hat er ſeinem Namen noch Horatius beigefügt und tobt gegen die Ariſtokraten... Er fürchtet ſich ſo ſehr, der arme Mann!“
„Ah, das laſſe ich mir gefallen, entgegnete Mutier Bertholin, der jungen Frau die Hand drückend: ge⸗ ſteht mir, daß Ihr das Alles aus Furcht thut, dann werde ich Euch doch wenigſtens nicht verabſcheuen!“
In dieſem Augenblick ließ ſich ein verworrener Lärm von der Straße her vernehmen: Geſchrei, Ge⸗ ſang, unzuſammenhängende Ausrufungen; bald kamen die Stimmen, ſchreiend und brüllend, näher. Dieſer Tumult wurde meiſt von Männern mit entblöster Bruſt, in Lumpen gekleidet, und mit rothen Mützen auf dem Kopfe, wovon die einen Säbel, die andern Piken, Flinten oder Piſtolen trugen, verurſacht; und in ihrer Mitte ſah man Weiber mit ſtarrem Blicke, leichenblaſſem oder weingeröthetem Antlitze, deren Haare furienartig um ihre Schultern herumflatterten,
ebenfalls bloße Säbel in den Lüften ſchwingend und
noch lauter als die Männer ſchreiend:
„An die Laterne mit den Ariſtokraten! an die Laterne!..“ Dieſe ſchreckliche Gruppe umringte einen kleinen Greis in blauem Fracke mit gepuderten und durch eine Bandſchleife geknüpften Haaren, der blaß und zitternd denen, die ihn arretirt hatten, begreiflich zu machen ſuchte, er ſei kein Ariſtokrat, obgleich er ſich pudere und einen Sammetkragen auf ſeinem Frack
trage, und man müſſe einen Mann deßhalb, weil er


