Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Während Madame Picotin tanzte, erſchallte eine Stimme von der Straße her: es war die des Aus⸗ rufers, der die neuen am Vorabend vom Revolutions⸗ tribunale ausgeſprochenen Todesurtheile, deren Voll⸗ ziehung im Laufe des Tages Statt gefunden hatte, bekannt machte.

Die Mutter des Maximus war wieder in das Zimmer hineingegangen, deſſen Fenſter Ausſicht auf die Straße gewährte, und horchte mit banger Sorge, ſank aber gleich, nachdem ſie den Namen Franz Bre⸗ mont vernommen hatte, auf einen Stuhl zurück und flüſterte:Franz Bremont! armer Mann! er auch.. Ei, mein Gott! was konnte man den ſechsundſiebzig⸗ jährigen doch beſchuldigen?

Euphroſia Picotin blieb auf einem Beine ſtehen, blickte Maximus' Mutter an, eilte, als ſie dieſe in Thränen ſah, auf ſie zu, und ſagte mit ziemlich ge⸗ rührter Stimme zu ihr:Iſt Jemand Bekanntes von Ihnen darunter?

Ja, ein Greis, ein ſo braver Mann; er war der Freund, der Beſchützer meines Gatten, und man hat ihn verurtheilt...

Ol! unſtreitig gehen Dinge vor... die... aber was wollen Sie anfangen?... man darf nicht ein⸗ mal ſein Bedauern mit den Verurtheilten merken laſſen, ſonſt würde man ſelbſt für verdächtig ge⸗ halten, und vom Verdächtigſein bis zur Guillotine iſt es nicht ſehr weit... deßhalb ſtellt ſich auch Picotin ſo eifrig für die Republik, ſetzt eine rothe Mütze