Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Der Zufall, der mein Plane zu begünſtigen ſchien, wollte, daß der Graf Benjowski, Dein Vater, zur Armee berufen wurde, um an der Spitze ſeines Regiments gegen die Schweden zu

4 kämpfen. Mit bitteren Thränen ſchied meine

Schweſter von ihrem Gemahl, der mich aufforderte,

ſie während ſeiner Abweſenheit nicht zu verlaſſen

und ihr Beſchützer zu ſein. Ich verſprach's...

Ach! er wußte nicht, welchem Ungeheuer er ſein

Theuerſtes vertraute!

Der Unſtern, der über Belliska waltete, ließ ihren Gatten im erſten Treffen getödtet werden. Die Nachricht hievon erfüllte mich mit Freude; ich ſah mich dadurch eines Hinderniſſes zu meinem Glück entledigt; ich war es müde, eine Freund⸗ ſchaft für meine Schweſter zu heucheln, die mei⸗ nem Herzen ſo ferne lag; überdies wollte ich ihrer Reichthümer genießen, und Stoffar ſagte, es ſei nun Zeit zu handeln. 3 Jetzt werdet ihr vor Abſcheu zurückſchau⸗ dern!...Doch ich kann das Bekenntniß einer fürchterlichen Schandthat nicht länger verſchieben. Vernehmet alſo, daß ein vergifteter Trank mich für immer von der Verhaßten befreite... Ihr ſchaudert?... Hört mich zu Ende!

Um jedem Verdacht auszuweichen, trug ich Sorge, nur ein langſam wirkendes Gift zu neh⸗ 4 men. Mein Opfer ſchleppte ſich daher gegen 1 ſechs Monate herum, ehe es ſtarb. Während dieſer Zeit verdoppelte ich meine Aufmerkſamkeiten

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