113 Heinrich einen Degenſtich, der ihn zu den Füßen unſers Huſaren niederſtreckte.
„Bravo! bravo! lieber Heinrich, ſagte Müller, ſeinem Zögling um den Hals fallend; nun ſind Sie meiner ganz würdig, denn der Schurke focht wie ein Raſender. Aber da ſehe ich noch Einen das Haſenpanier ergreifen. Ah! der iſt für mich.“
Mit dieſen Worten galoppirt Müller dem Flie⸗
henden nach, demſelben, der Pauline während des Kampfes bewacht hatte, aber durchgegangen war, ſobald er ſeinen Herrn niedergeſtreckt ſah. Da er einen ſtarken Vorſprung hatte, wäre er ihm ent⸗ kommen, hätte nicht unſer Huſar in der Ferne eine Poſtchaiſe von der Seite heranrollen ſehen, auf welche der Fliehende zuſprang.„Verſperret ihm den Weg! Haltet den Schurken feſt!...“ ſchrie Müller ſogleich. Sei es, daß man ihn verſtand oder daß man errieth, was er ſagen wollte, der Wagen hielt, zwei Männer ſteigen aus und ver⸗ ſperren dem Flüchtling den Weg. Er iſt bald gepackt: Müller geht auf die Reiſenden zu, ihnen ſeinen Dank abzuſtatten und wirft ſich dem Oberſt Framberg und ſeinem Freunde, denn dieſe waren es, an die Bruſt.
Der Oberſt und d'Ormeville, überraſcht durch dieſes ſeltſame Zuſammentreffen, richten tauſend Fragen an ihn.„Kommet, ſprach er, folget mir, ihr werdet ſie ſehen und ſaubere Geſchichten über den Schurken von Monterranville hören!... doch wollen wir den da nicht entkommen laſſen!... Von
Paul de Kock. X. 8
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