110 jenem Hauſe, wo er die glücklichſten Augenblicke ſeines Lebens an der Seite Derjenigen genoſſen hatte, die er damals ſeine Gattin nannte.
Zwei Monate blieb er hier, dann beſchloß er, zu ſeiner Zerſtreuung, nach Paris zu gehen. Auch war ſeine Abſicht dabei, hier die Nachforſchungen nach ſeinem Vater, den er ſo ſehnlich zu kennen und zu umarmen wünſchte, wieder aufzunehmen. Es war ihm unbekannt, daß ſein edler Wohlthäter die Sache bereits über ſich genommen und zu einem glücklichen Ende geführt hatte.
Der Zufall wollte, daß Heinrich in demſelben Gaſthofe in Blamont raſtete, wo Müller und ſeine Begleiter abgeſtiegen waren. Er ſaß an der Table d'häte, als dieſe in den Saal traten. Heinrich erkannte ſie auf der Stelle, und da er von Müller nicht geſehen werden wollte, ging er, das Sacktuch vor's Geſicht haltend, ſchnell hinaus.
Er begab ſich in ſein Zimmer und hier ſiel es ihm ein, Pauline werde vielleicht Müller begleiten. Seiner Neugierde nicht Meiſter, ſtieg er hinab in den Hof, befragte eine Magd vom Hauſe, die ihm wirklich von der Ankunft einer jungen Dame„ ſo wie er ſie beſchrieb„ in Geſellſchaft des Huſaren, unterrichtete und ihm ſagte, dieſelbe habe in einem Zimmer des erſten Stocks ihr Nachtlager genommen.
In der Ueberzeugung, daß Pauline, Müller und Frank mit einander reisten, ſuchte er den Beweg⸗ grund ihrer Reiſe zu ergründen und konnte kei⸗ nen andern auffinden, als daß ſie noch in ſeiner


