100 Wohlthätern entgegenzugehen.„Einen Augenblick!
ſagte Müller, ich habe keine Luſt, Sie unterwegs
wieder in Ohnmacht zu ſehen, und da dies leicht vorkommen könnte, reiſen wir erſt übermorgen, denn Sie ſind noch zu ſchwach.“
Trotz Allem, was Pauline über ihre Geſundheit ſagen mochte, war Müller unerbittlich.„Es thut mir eben ſo leid als Ihnen, ſagte er, denn ich brenne, meinen Oberſt wieder zu ſehen, aber ich bin durch Schaden klug geworden und Sie müſſen ſich gedulden.“
KNachdem der erſte Freudentaumel vorüber war, ſeufzte Pauline und ſah traurig nach dem Himmel; Müller ſeinerſeits ward nachdenklich und legte die Fauſt ans Ohr, wie er zu thun pflegte, wenn etwas mit ihm umging. Nach halbſtündigem Schwei⸗ gen blickten beide einander an.
„Ich errathe, was Sie mir ſagen wollen... ſprach Müller zu Pauline; im erſten Augenblick unſerer Freude hatten wir ihn vergeſſen; aber das konnte nicht lange dauern.— Ach!... wo er jetzt ſein mag?— Er beweint ſein Vergehen wie ein Büßender!. O! hätte er den Muth gehabt, feſten Fußes die Begebenheiten zu erwarten, ſo würde er uns nicht in dieſe Verlegenheit gebracht haben!. Denn was werden wir ohne ihn vor den uns Erwartenden thun?... Was wird mein Oberſt ſagen?— Was vird ſein Vater ſagen, der ihn bald in ſeine Arme zu drücken wähnt?—
Was werden wir ſagen, wenn man uns um die


