Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

97

würdigen Feinde zu bewahren wiſſen, was ſollte ſie fürchten, wenn wir ihre Herkunft zu Wieder⸗ erlangung ihres Vermögens zu entdecken ſuchen? Denn Vermögen muß ſie haben, daran zweifeln Sie nicht, mein Freund! es gibt ſtets Leute, die um Gold der größten Verbrechen fähig ſind. Ich denke wie Sie; wie es aber angreifen? welche Mittel in Anwendung bringen? Darüber wol⸗ len wir uns beſinnen. Mir fällt ein... la, die wir ſuchen, ſind mir vielleicht nicht unbekannt. Was wollen Sie damit ſagen? Denken Sie noch an Ihr Abenteuer im Walde bei Straßburg, wo Heinrich Ihnen das Leben rettete? Ha! das werde ich nie vergeſſen! Haben Sie ſich nicht beſonnen, daß dieſe beiden Männer, welche keine gewöhnlichen Mörder waren, Abgeſandte Derer ſein konnten, die Ihnen das Kind übergaben, und Sie für Nichtbefolgung Ihrer Befehle beſtrafen wollten? Einen Augenblick habe ich es gedacht; wie ſoll ich aber annehmen, daß ich Leute in Frank⸗

reich und in meiner Nähe wiederfinde, welche ſo vieles Intereſſe hatten, mich zu fliehen? Ge⸗

wiß wurden Sie hier nicht geſucht; allein wenn Sie dennoch erkannt worden wären... Erinnern Sie ſich, daß man Sie für einen Oeſtreicher von Geburt hielt, nicht denkend, Sie in Frankreich zu finden, und es für einen Grund mehr anſah, ſich hier anzuſiedeln. Sie öffnen mir die Augen, beſter Oberſt, und ich zweifle jetzt nicht mehr, daß die Schurken, die an mein Leben wollten, die

aul de Kock. X. 7 3 3 48

V