9⁵
und die Zeit, ſowie das Andenken an meine kleine Pauline vermochten endlich, meinen verzweiflungs⸗ vollen Schmerz zu ſtillen. Meine Winterquartiere brachte ich ſtets bei Derjenigen zu, die mich für ihren Vater hielt, und ich hütete mich wohl, ſie vom Gegentheil zu belehren, damit ich ihr einen Kummer erſparte, der nur einen düſtern Schimmer über die ſchönen Tage ihrer Jugend verbreitet hätte. „Ich war ſo glücklich, als ich's ſein konnte; Pauline betrachtete ich als meine Tochter und nie kam mir der Gedanke, jener Heinrich von Fram⸗ berg, den Jeder Ihren Sohn nannte, könnte die Frucht meiner Liebe zu Clementinen ſein. „Sehnſucht nach meinem Vaterlande trübte endlich meine Ruhe. Sie wiſſen das Weitere, Herr Oberſt, und ich vermag nicht, Ihnen meine ganze Dankbarkeit auszudrücken.
1
Achtes Kapitel⸗ Wenig intereſſant, aber nothwendig⸗
Wer vermöchte die Freude des Oberſten Fram⸗ berg zu ſchildern, wie er vernahm, Pauline ſei nicht Heinrichs Schweſter.„Sie können ſich alſo ohne Gewiſſensbiſſe ihrer Zärtlichkeit hingeben!.. ſprach er zu d'Ormeville; denn ich zweifle nicht, daß Sie ihre Liebe billigen.— Ach, Herr Oberſt! erwiderte der letztere, glauben Sie, ich moͤchte meinen Sohn wiederfinden, um ihn unglücklich zu
1


