Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Arme Kleine! rief ich, ſie genau betrachtend, denn ich ſah, daß es ein Mädchen von höchſtens vier Jahren war; ſollte ich auch das Leben darüber verlieren, will ich Dich doch von der Wuth Deiner Feinde erretten! Mein Entſchluß war bald ge⸗ faßt: wenn ich im Dorfe blieb, mußte ich ge⸗ wärtig ſein, feſtgenommen zu werden; ich beſchloß daher, ein anderes Aſyl aufzuſuchen; zwar könnte ich auch auf der Flucht ergriffen werden; aber ich dachte, der Himmel werde mein Beginnen ſegnen, und dieſe Hoffnung gab mir Muth. Wirklich machte ich mehre Meilen ohne die mindeſte Gefahr und gelangte endlich in einen ungeheuern Wald, wo ich wohl zu thun meinte, wenn ich einige Zeit ver⸗ borgen blieb.

Das arme mir vom Himmel anvertraute Pfand war der Gegenſtand meiner zärtlichſten Sorgfalt. Ach! an Allem Mangel leidend, war ich genöthigt, ihr jeden Abend aus Baumzweigen eine Wiege zu machen, und Morgens, ehe ſie erwachte, ging ich zitternd in eine Baurenhütte und kaufte dort die zur Friſtung unſers Daſeins nothwendigen Lebens⸗ mittel. Durch ihre unſchuldigen Liebkoſungen machte mich die Kleine meine Leiden vergeſſen; ſie nannte mich Vater, und ich beſchloß, dieſe Stelle bei ihr zu vertreten. Ich nannte ſie Pauline und wünſchte, es möchte ihr mit einem franzöſiſchen Namen auch die Heiterkeit und Anmuth der Frauen meines Va⸗ terlandes zu Theil werden..

Die Belohnung, welche ſtets jeder guten That

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