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und bat ihn, mir den Beweggrund anzugeben.— „Ihr ſollt ihn erfahren, antwortete er mit düſterer Stimme; da es aber ſehr wichtig iſt, was ich Euch zu ſagen habe, ſo findet Euch heute um Mitternacht auf dieſer Stelle ein, wir haben dann keinen Ueberfall zu fürchten und Ihr werdet ver⸗ nehmen, was Euch intereſſirt.— Warum nicht augenblicklich? ſagte ich, überraſcht durch ſeinen Ton gegen mich.— Nein, erwiderte er; um Mitternacht ſollt Ihr Alles erfahren; fehlt aber nicht! Euer Leben ſteht auf dem Spiel!...“ Mit dieſen Worten entfernte er ſich und ließ mich in unbeſchreiblichem Erſtaunen zurück.
„„Sollte ich entdeckt ſein? ſprach ich bei mir ſelbſt, wie ich allein war; ſoll ich mich einfinden?...“ Lange war ich unſchlüſſig; doch endlich bedachte ich, daß er mir geſagt, es handle ſich um mein Leben, und vermuthete, er wolle mich verrathen, wenn ich nicht Wort halte, daher ich beſchloß, zur bezeichneten Stunde pünkt lich einzutreffen.
„Um Mitternacht war ich am bemerkten Orte, etwa hundert Schritte vom Schloß; bald ſah ich meinen Mann auf mich zukommen. Er führte mich auf eine Bank am Fuße eines Baumes und hielt folgende Rede an mich:„Ihr ſeid ein Oeſtreicher und demnach im Krieg mit den Ruſſen, Ihr habt keinen Heller und wartet nur auf eine günſtige Gelegenheit zur Rückkehr in Euer Vaterland. Wenn Ihr erkannt würdet, müßtet Ihr auf der Stelle ſterben; ich kann Euch Euren Feinden überliefern und


