Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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87 mich von Derjenigen trennte, die ich meine Gattin zu nennen hoffte.

D'Ormeville's Geſchichte.

„Als ich meine theure Clementine verließ, be⸗ gab ich mich nach Wien, dem Kaiſer meine Dienſte anzubieten. Zwiſchen Rußland und Oeſtreich war der Krieg erklärt. Leicht ward ich aufgenommen und in Betracht meiner Eigenſchaft als Freiwil⸗ liger und meiner Geburt, wurde ich bald Lieutenant in einem Huſarenregiment, das zu Feld zog. Bei einem Dorfe zwiſchen Nowogrodek und Wilna trafen wir auf den Feind. Das Treffen war blutig, und die Ruſſen erlitten, wie ich in der Folge er⸗ fuhr, eine Niederlage; denn da ich gleich im Anfang des Handgemenges einen Schuß erhielt, fiel ich vom Pferd und wurde für todt auf dem Schlachtfeld gelaſſen.

„Ein Bauer, welcher, lange nachdem die bei⸗ den Heere entfernt waren, bei mir vorüberkam, bemerkte, daß ich noch athmete; er war ſo men⸗ ſchenfreundlich, mich auf ſeinen Rücken zu laden und nach ſeiner Hütte zu tragen, um mir dort die meiner Lage angemeſſene Hülfe zu leiſten.

„Gegen ein Jahr blieb ich bei dem guten Land⸗

mann, denn erſt nach Verlauf dieſer Zeit erlaubten mir meine nun wieder völlig geheilten Wunden, an Rückkehr zu meiner Fahne zu denken. Aber während meiner langen Krankheit hatte das wan⸗ delbare Kriegsglück die Ruſſen zu Meiſtern des