Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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D'Ormeville iſt ungewiß, ob er wacht oder träumt; der Name des Oberſten, das Wort Frei⸗ heit machen ihn ſo ſehr betroffen, daß er ganz erſtarrt; doch der Oberſt, auf dieſes Staunen gefaßt, zieht ihn fort aus dem Kerker, drängt ihn in ſeinen Wagen und läßt ſich nach ſeinem Hotel führen. Unterwegs kommt d⸗Ormeville wieder zu ſich:„Es iſt kein Traum! ſprach er; ich bin in Freiheit und Ihnen, Herr Oberſt, habe ich ſie zu danken!— Ich begreife Ihre Verwunderung, lieber d'Ormeville, und ich will ihr ein Ende machen; da aber meine Erzählung etwas lang wird, wollen wir warten, bis wir in meinem Hoͤtel ſind; dort können wir reden, ohne Unterbrechung zu fürchten.“ D'Ormeville willigt ein, und man langt an; der Oberſt verbietet jede Störung und erzählt dem Befreiten, was dem Leſer ſchon be⸗ kannt iſt.—

Wer vermöchte d'Ormeville's Erſtaunen bei der Nachricht zu ſchildern, daß ſein Sohn lebe und er ihn bald in ſeine Arme ſchließen werde! Seine Freude gränzt an Wahnſinn: er wirft ſich an die Bruſt des Oberſten und nennt dieſen ſeinen Schutz⸗ engel. Plötzlich hält er inne und verfällt in tiefes Sinnen.„Was haben Sie denn? fragte der Oberſt. Woher dieſes Nachdenken?— Sollten Sie noch einen andern Sohn haben? fragt er nach einer Weile, ſtatt einer Erwiderung.— Nein, ich hatte nie einen andern; nur Heinrich galt mir als ſol⸗ cher.— Heinrich!... Kein Zweifel mehr! er iſt's.