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ſich nur als Ueberbringer ſeiner Begnadigung bei
ihm vorſtellen. Welch ein großmüthiges Benehmen gegen einen Mann, der ſein Nebenbuhler geweſen war... der ihn der Liebe einer angebeteten Frau beraubt hatte und von dem er fürchten mußte, daß er ihm auch Denjenigen werde entreißen wollen, den er als ſeinen Sohn liebte!... Es gibt wenig Männer wie der Oberſt.
Endlich, nach mehr als drei in Umhergehen und Sollicitiren zugebrachten Monaten, wirkte der⸗ ſelbe die Freilaſſung von Heinrichs Vater aus. Welcher Augenblick für ſein edles Gemüth! Mit welch trunkener Freude begab er ſich in das Ge⸗ fängniß! Das Bewußtſein einer guten That belohnte ihn reichlich für die angewandte Mühe! D'Orme⸗ ville hoffte nicht mehr auf Begnadigung: der Unglückliche ſaß in einem Winkel ſeines Kerkers, dachte an ſeine Pauline, und der Kummer, den ſie empfinden mußte, vermehrte nur noch ſeine Traurigkeit. Da gehen plötzlich die Thüren ſeines Gefängniſſes auf: ein ihm unbekannter Mann, deſſen Geſicht jedoch Güte verkündet, zeigt ſich vor ſeinen Blicken(der Leſer hat ſchon heraus, daß es der Oberſt iſt) und wirft ſich ohne Weiteres an ſeine Bruſt; ganz erſtaunt, weiß d⸗Ormeville gar nicht, was er davon denken ſoll.„Zuerſt laßt uns einander umarmen, ſprach der Oberſt zu ihm, Bekanntſchaft machen wir hernach; hier iſt in⸗ zwiſchen Ihr Freibrief: ich bin der Oberſt Fram⸗ berg und ich habe ihn ausgewirkt.“
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