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Fünftes Kapitel. Noch ein Augenblick der Freude.
Im beſten Gaſthofe zu Straßburg ſtiegen die drei Reiſenden ab, um einen Augenblick der Ruhe zu genießen, ehe ſie ſich aufs Neue trennten.
„Mein lieber Heinrich, ſagte der Oberſt Fram⸗ berg zu unſerm Helden, als ſie allein waren, ich habe Dir keine Vorſchrift für Dein künftiges Be⸗ tragen zu geben, ich überlaſſe Müller gänzlich die Sorge für Dein Wohlergehen. Wenn Du indeß das Waffenhandwerk, als beſtes Mittel den Kummer raſch zu zerſtreuen, ergreifen willſt, ſo werde ich Deiner Neigung nicht hinderlich ſein, im Gegen⸗ theil; doch bitte ich Dich, mich von Deinem jedes⸗ maligen Vorhaben zuvor in Kenntniß zu ſetzen.“ Heinrich verſprach, nichts zu thun, ohne den Oberſt
vorher befragt zu haben. Der geheime Kummer,
den er in ſeinem Innerſten barg und ſeinen Freun⸗ den zu verhehlen bemüht war, machte ihn unfähig, irgend einen Plan für ſeine Zukunft zu bilden... Nur ein Gegenſtand nahm ſeine ganze Denkfähigkeit in Anſpruch, trotz all ſeinen Anſtrengungen, ihn aus dem Gedächtniß zu verbannen. Müller wünſchte ſehnſüchtig, ſein geliebter Zög⸗ ling möchte ſich dem Waffenhandwerk zuwenden. „Ha! ſprach er zu Heinrich, nach zwanzigjähriger Ruhe würde ich immer noch mit Freuden das Schlachtfeld und die alten Gefährten meines Ruhms


