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wir ſollen dieſen Schurken da nicht erwürgen?— Nein, Müller, unſere Pllicht ſteht entgegen; be⸗ denke, daß ich faſt einen Monat Gaſtfreundſchaft in dieſem Hauſe genieße: der Beſitzer iſt ein Un⸗ geheuer; aber nicht an uns iſt es, die Gerechtig⸗ keit gegen ihn zu waffnen; ſei überdies ruhig, Müller, und glaube ſicher, daß wenn er auch einen Augenblick der ihm gebührenden Strafe entgeht, es nur geſchieht, damit das Schwert des Geſetzes etwas ſpäter über ihn richte.— Sie wollen es, Oberſt, ich gehorche.— Es muß ſein, denn unter allen anderen Umſtänden wäre ich der Erſte ge⸗ weſen, der euch aufgefordert hätte, meine Freunde, die Erde von dieſem Böſewicht zu ſäubern; doch wir wollen nicht länger in der Höhle des Verbre⸗ chens bleiben; mich drängt es, anderswo eine Luft zu athmen, die nicht durch Banditenhauch ver⸗ peſtet iſt.“
Mit dieſen Worten ging Oberſt Framberg aus ſeinem Zimmer; Heinrich und Müller folgten ihm. Im Hofe trafen ſie auf Carl und vernahmen, daß ſein Herr ſchon vor Tagesanbruch aus dem Hauſe gewandert ſei.„Daran that er wohl... murmelte Müller zwiſchen den Zähnen; denn beim Teufel! hätte ich ihn geſehen, würde ich meine Entrüſtung nicht haben bemeiſtern können.“
Unſere drei Reiſenden ſtiegen zu Pferde und trabten eiligſt davon, um ſich ſchneller von einem Hauſe zu entfernen, welches Entſetzen in ihnen erregte.
Paul de Kock. X. 4


