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junge Mann ſchien ganz ſeinem Schmerze hinge⸗ geben; ſowie er aber den Ankommenden erblickte, ſtand er mit Lebhaftigkeit auf und warf ſich in ſeine Arme, einen Strom von Thränen vergießend. „Wie kindiſch ſind Sie! ſagte Müller. Auf! Stand gehalten, beim Teufel!— Wo iſt ſie? Sag, was haſt Du aus ihr gemacht?— Sie iſt fort, mein Herr, und hat bei dieſer Gelegenheit einen Muth bewieſen, der über ihrem Geſchlechte iſt. Ahmen Sie ihr nach, mein lieber Heinrich, bleiben Sie nicht hinter einem ſolchen Vorbild zurück. Denken Sie an den Kummer, den Sie Demijenigen, der Ihnen Vater iſt, verurſachen würden, wenn Sie ſich einem unnützen Schmerze überließen!.. Ich ſpreche nicht von dem alten Huſaren, der Sie großzog, Sie wie ſeinen Sohn liebt, und den Ihre Verzweiflung ins Grab ſtürzen würde. Ach! Ihre unglückſelige Leidenſchaft erſtickt alle übrigen Ge⸗ fühle in Ihrem Herzen; denn ſeit wir nach einer ſo langen Trennung wieder beiſammen ſind, haben Sie mir nicht einmal die Hand gedrückt!... mich nicht des unbedeutendſten Freundſchaftswortes ge⸗ würdigt...“
Hier konnte Müller ſeine Thränen nicht zurück⸗ halten; Heinrich bemerkte es; er flog ihm an den Hals, küßte ihn, bat ihn um Verzeihung und ver⸗ ſprach, vernünftiger zu werden. Mehr verlangte Müller nicht, und bald war der Friede geſchloſſen.
„Wohlan, lieber Heinrich, jetzt wollen wir mei⸗ nen Oberſt wieder aufſuchen, er erwartet uns gewiß


