*
39
Sie, Oberſt, ein Regiment Huſaren hätte ſie nicht auseinander gebracht. Ich ſchicke die Kleine nach Schloß Framberg, und Heinrich führe ich Ihnen zu; beide ſind in Verzweiflung und heulen, daß es einen Achtundvierzigpfünder erbarmen möchte!... Sie ſehen, Oberſt, daß Alles gut geht, und ich, hoffe, Sie werden mit meinem Verfahren zufrieden ſein. Ich bin, mein Oberſt, Ihr treuer Soldat und Diener 5 Müller.“
Müller verſiegelte die kurze, aber energiſche Epiſtel und ſandte ſie dem Oberſt zu, indem er dem Boten größte Eile befahl und aufgab, den Oberſt von ſeiner baldigen Ankunft in Kenntniß zu ſetzen. Als dieſe Sache abgemacht war, kehrte er zu Pau⸗ linen zurück, um ihre Abreiſe zu beſchleunigen.
Mit ſchwerem Herzen erwartete Pauline den Augenblick, wo Müller ſie von dem Theuerſten, das ſie beſaß, entfernen ſollte; aber unſer Huſar hatte bereits ſo viel Gewalt über ſie, daß ſie bei ſeiner Ankunft ſchnell aufſtand und ſich zur Abreiſe anſchickte. Müller führte ſie mit ihrer alten Die⸗ nerin in den Reiſewagen, drückte ihr kräftig die Hand und ſagte:„Muth! wer im Unglück ſo viel Ergebung zeigt, wird früher oder ſpäter dafür belohnt.“ Sich hierauf an Frank wendend, befahl er dieſem, die Pferde tüchtig anzutreiben, und eilends rollte der Wagen davon.


