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der Diener Ihres Bruders. Nun wären alſo alle Schwierigkeiten beſeitigt. Ich will für den Reiſe⸗ wagen ſorgen, und dieſen Abend werden Sie fern von Straßburg ſein.“— Und fern von Heinrich, dachte Pauline, dem abgehenden Müller nachblickend. Sie fand indeß einen geheimen Reiz darin, daß ſie den Ort bewohnen ſollte, an dem ihr Geliebter erzogen worden war. Schloß Framberg wäre ihr als ein himmliſcher Aufenthalt erſchienen, wenn ſie mit ihm dort geweſen wäre.
Von Paulinen ging Müller zu Frank und ſagte ihm, was er zu thun habe. Frank, der vor Müller wie ein Schüler vor ſeinem Lehrer ſtand, verſprach ſeinen Vorſchriften treulich nachzukommen. Nach⸗ dem Müller einen Reiſewagen beſtellt hatte, dachte er, es werde am Ort ſein, dem Oberſt zu ſchreiben unb ihm alles Vorgefallene zu erzählen. Bis jetzt hatte er keine Zeit dazu gefunden; er ergriff alſo die Feder und ſchrieb folgenden Brief:
„Mein Oberſt!
Endlich habe ich unſern jungen Mann ausfindig gemacht, und ich darf mich rühmen, nicht ohne Mühe!.. Aber es war dringend nöthig, daß ich kam. Tauſend Granaten! eine Stunde ſpäter war's nicht mehr Zeit und die Kleine wurde... Aber ich war auf dem Platz, Oberſt, hab's aufs Beſte von der Welt eingerichtet. Heinrich weiß Alles, Oberſt... er weiß Alles; ich mußte es ihm wohl ſagen, denn die Kleine iſt ſeine Schweſter; und hätte ich ihm nicht Alles erzählt, ich verſichere


