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Müller erzählt ihm ausführlich, was er über ſeine Geburt und das edle und großmüthige Benehmen des Oberſten Framberg weiß. Schweigend hört Heinrich zu; ein ſtummer Schmerz, voöllige Er⸗ ſchöpfung folgten auf ſeine heftigen Gemüthsbe⸗ wegungen und Ausbrüche. Müller leidet beinahe eben ſo ſehr, daß er ihn in ſolchem Zuſtande ſieht. „Ermannen Sie ſich, lieber Heinrich, ſprach er, laſſen Sie ſich durch das Schickſal nicht darnieder⸗ beugen und zeigen Sie Gefühle, die deſſen würdiger ſind, der Sie erzog. Thränen dienen zu nichts unter ſolchen Umſtänden; hier bedarf es eines männlichen Charakters. Jetzt müſſen Sie mir folgen und dieſen Ort verlaſſen..— Das werd' ich, Müller; doch ſprich, was ſoll aus ihr werden?— Seien Sie unbeſorgt!.. Ich kenne meine Pflicht. Glau⸗ ben Sie denn, der Oberſt Framberg werde, nach⸗ dem er an Ihnen neunzehn Jahre lang Vaterſtelle derſah, Ihre Schweſter allein ſtehen laſſen in der Welt, als einen Spielball der Zufälle?.. Nein, mein Herr, ſeien Sie gerechter gegen ihn; er liebt Sie zu ſehr, als daß er nicht auch Paulinen lieben ſollte!..— Ach, Müller! Du belebſt meinen Muth wieder!... Wer wird es aber über ſich nehmen, meine theure Pauline zu belehren, welche Bande uns umſchlingen?...— Wer? nun zum Hen⸗ ker! ich, und zwar auf der Stelle, denn je mehr man in der Art Kriſen zögert, um ſo giftiger macht man die Wunde. Doch, vor Allem, mein Herr, müſſen
Sie aus dieſem Hauſe.— Ohne ſie zu ſehen—
Paul de Kock. X. 3


