Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Müller blieb eine Weile in tiefe Gedanken verſunken. Verwundert über ſein langes Schwei⸗ gen wollte ihn Heinrich um die Urſache befragen, als Müller begann:Es thut mir leid, beſter Heinrich, ich muß Sie betrüben! aber es iſt un⸗ möglich, zu kapituliren, Sie müſſen auf dieſe Hei⸗ rath verzichten! Was ſagſt Du, Müller?... auf dieſe Heirath verzichten!. Ja, wie ich ſage, und Sie verlaſſen mit mir im Augenblick dieſes Haus!. Und Du glaubſt, Müller, ich werde Dir gehorchen? Ja, ich hoffe es! Nun, ſo enttäuſche Dich. Was mich an Paulinen feſſelt, iſt kein vergängliches Feuer, es iſt die wahr⸗ hafte leidenſchaftliche Liebe, und keine Macht der Erde wäre im Stande, mich von ihr zu trennen. Wohlan denn! ſprach⸗Müller bei ſich ſelbſt, ich ſehe, daß das ſchwere Wort heraus muß! Er tritt näher, und ſeine Hand ergreifend ſagt er zu ihm: Mein lieber Heinrich, waffnen Sie ſich mit Muth, ich ſehe wohl, daß ich Ihnen ein Geheimniß ent⸗ hüllen muß, das ich gerne für immer verborgen hätte!... Was ſoll das? Pauline iſt Ihre Schweſter! Großer Gott! wäre es möglich?... Ach nein, Du irrſt Dich, Müller, willſt mich täuſchen!...

Nein, Heinrich, ich habe Ihnen die Wahr⸗ heit geſagt, die Sie lieben iſt Ihre Schweſter; denn nicht der Oberſt Framberg iſt Ihr Vater, nein, d'Ormeville verdanken Sie das Leben! Heinrich ſinkt vernichtet auf einen Stuhl und