Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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wo er ihn mit vieler Mühe ins Leben zurückrief. Länger als ein Jahr blieb er bei dem guten Baller; erſt nach Verlauf dieſer Zeit erlaubten ihm ſeine nun völlig vernarbten Wunden ſein früheres Corps

4 wieder aufzuſuchen; aber während ſeiner langen

Krankheit war das Kriegsglück den Oeſtreichern

ungünſtig geweſen; und im Augenblick, wo er zur

Armee ſtoßen wollte, waren die Ruſſen Meiſter des

kleinen Dorfs, in welchem er ſich verborgen hatte,

ſo daß er an kein Fortgehen denken durfte, aus

Furcht, als Feind erkannt und von den Ruſſen,

die keine Gefangene machten, niedergemetzelt zu

werden. D'Ormeville beſchloß, günſtigere Umſtände abzuwarten: er trug die Kleidung eines gewöhn⸗ lichen Bauers und ſah ſich genöthigt, zur Friſtung ſeines traurigen Daſeins auf dem Feld zu arbeiten.

Um dieſe Zeit machte er die Bekanntſchaft der

Mutter meiner theuern Pauline. D'Ormeville hat

ſeiner Tochter weder mitgetheilt, wer ſie war, noch

wie er ſie kennen lernte; Alles, was er ſagte, war, daß ſeine Gemahlin ſtarb, als ſie Paulinen das Leben gab. D'Ormeville erzog ſeine Tochter

* ſo gut es ging, mit Ungeduld des Augenblicks har⸗

rend, wo er nach Oeſtreich zurückkehren konnte;

endlich war ihm das Schickſal holder, die Ruſſen wurden geſchlagen. D'Ormeville ſtieß wieder zum

Heere; doch war ſetne Dochter der Gegenſtand

ſeiner ganzen Sorgfalt; er wußte nicht, wem er

dies koſtbare Kleinod anvertrauen ſollte, als ihn der Zufall mit Madame Reinhard bekannt machte.