23 und gefunden, daß ich auf dieſes Glück keinen
Anſpruch machen darf!... Ich!... eine Waiſe,
ohne Namen, ohne Vermögen, ſollte die Gemahlin des Grafen von Framberg werden!.. Ach! ich ſehe nur zu gut, welche Kluft uns trennt!— Biſt wirklich Du es, Pauline, die ich ſo ſprechen höre?... Mit einem einzigen Wort kann ich Dich Deines Irrthums überführen. Sage mir, wenn der Zufall Dich reicher gemacht hätte als mich, würdeſt Du mich darum verlaſſen haben?— Mein Freund, das iſt ein großer Unterſchied!... — Nein, Pauline! ich werde nicht ſo übermüthig ſein, Reichthümer der Dugend und Schönheit vor⸗ zuziehen. Du wirſt meine Gattin; die gute Madame Reinhard hat unſer Gelübde geſegnet, und Du haſt kein Recht mehr, Dich meinem Glück zu wider⸗ ſetzen.“
Was konnte Pauline antworten? Sie betete Heinrich an; ſie unterließ es, ſeinen Bitten zu
widerſtehen und willigte endlich ein, ſeine Gattin
zu werden.
Sobald Heinrich dieſe Einwilligung erlangt hatte, dachte er auf Beſchleunigung ſeiner Hoch⸗ zeit. Er brannte vor Verlangen, ſeine Pauline dem Oberſt vorzuſtellen.„So wie Dich mein Vater ſieht, ſprach er zu ihr, wird er meine Wahl nur billigen können.— Wenn es aber nicht der Fall wäre, mein Freund! wenn er unſere Bande bräche!..— Nein, liebe Pauline!... Du kennſt meinen Vater nicht! er iſt rauh, aber gut und
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