Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

22

ſeiner Freundin, und begleitet von den heißeſten Wünſchen Paulinens für den glücklichen Erfolg ſeiner Reiſe.

Wir wiſſen, daß um dieſe Zeit der Oberſt Fram⸗ berg und Müller, mit der Hoffnung in Straßburg eintrafen, Heinrich dort aufzufinden; dieſer war eben nach Paris abgereist, wohin ſie ihm folgten. Aber unſer junger Mann war nicht glücklich in ſeinen Nachforſchungen; er durchſtreifte die Haupt⸗ ſtadt nach allen Richtungen, ohne eine Spur von dem Geſuchten entdecken zu können. Des bielen vergeblichen Umherrennens endlich müde und von dem Wunſche getrieben, ſeine Pauline wiederzu⸗ ſehen, kehrte er nach Straßburg zurück, ſtets verfolgt vom Oberſt und Müller, welche ihn, ohne den

ihnen im Walde zugeſtoßenen Unfall, unfehlbar

eingeholt hätten.

Heinrich fand ſeine Pauline mit der lebhafteſten Ungeduld ſeiner harrend. Sie eilte ihm entgegen, ſo wie ſie ihn erblickte.Nun denn, mein Freund! welche Nachricht? Gar keine, Theuerſte! Wie? mein Vater... Ich konnte nichts über ſein Schickſal erfahren. Wie unglücklich bin ich!... Es iſt alſo aus! ich ſoll ihn nicht wieder⸗ ſehen!. Ich habe Niemand mehr auf Erden, der ſich einer unglücklichen Waiſe erbarmte!... Was ſagſt Du? rief Heinrich mit Heftigkeit; Du haſt Niemand mehr auf Erden? Hal bin ich nicht Dein Geliebter... Dein Gatte?... Ach,

Heinrich! ſeit Du fort warſt, habe ich nachgedacht