Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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Sie ſein Betragen nicht mehr verdammen. Ich habe meine Pauline beauftragt, Sie von Allem zu unterrichten: die Zeit iſt nicht mehr, Ihnen irgend etwas zu verbergen, und in Sie allein ſoll ſie ihre ganze Hoffnung ſetzen.

Hier verfiel Madame Reinhard nach ſolcher Anſtrengung in eine Schwäche, den Vorboten ihres nahen Todes. Heinrich und Pauline umfingen ſie mit ihren Armen; ſie ſchlug die Augen noch ein⸗ mal auf, ergriff die Hand ihrer Pflegtochter, legte ſie in die Heinrichs und entſchlief zum ewigen Frieden.

Heinrich beeilte ſich, ſeine Freundin dieſer Schmerzensſcene zu entreißen; in ſeinen Armen trug er ſie nach ihrem Zimmer. Dort ſuchte er nicht, ihren Schmerz zu mäßigen, ſondern er be⸗ weinte mit ihr die achtungswerthe Verblichene, der beſte Troſt, den er ihr bieten konnte.

Als nach einigen Tagen Paulinens Schmerz

in etwas geſtillt war, wagte Heinrich die Bitte

um die verſprochene Mittheilung. Pauline kam ſeinen Wünſchen nach: ſie unterrichtete ihn von der Urſache der Abweſenheit ihres Vaters und den Beweggründen ſeiner häufigen Reiſen.

Da Heinrich hieraus entnahm, daß das lange Ausbleiben deſſelben an ihrer Unruhe ſchuld ſei, entſchloß er ſich, nach Paris zu reiſen, um Den⸗ jenigen dort auszukundſchaften, für den er ſich ſo lebhaft intereſſirte. Er reiste daher ab, mit Zurück⸗ laſſung Frank's, als Wächter für die Sicherheit