Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
Entstehung
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ihm ihr Vertrauen erwerben würde, als daß er neugierig oder mißtrauiſch in ihren Augen hätte erſcheinen mögen.

Endlich bemerkte Pauline, daß die Stunde gekommen ſei, wo Diejenige, die Mutterſtelle bei ihr vertrat, zum Frühſtück aufzuſtehen pflegte. Sie flog zu Madame Reinhard, mit dem Verſprechen, Heinrich bald zu holen. Während ihrer Abweſen⸗ heit beſchäftigte ſich dieſer mit genauer Betrachtung der Wohnung ſeiner Freundin; Alles war ſo ein⸗ fach als möglich ausgeſtattet und zeigte mehr guten Geſchmack als Reichthum an.Ha! ſie iſt nicht glücklich, ſprach Heinrich bei ſich ſelbſt, deſſen bin ich gewiß, und ſie hat nicht genug Vertrauen zu mir, um mir ihren Kummer mitzutheilen!... Aber ich werde ſie zum Vertrauen zu nöthigen wiſſen, ihre Leiden verſüßen, und ohne ihren Stolz zu verletzen, das Mittel finden, den Reichthum mit ihr zu theilen, der nur darum einigen Werth in meinen Augen hat, weil er mir zur Bereitung einer ſorgenfreieren Lage für ſie förderlich ſein kann!.

Was Heinrich ſeinen Reichthum nannte, war nichts Anderes, als das in Paris im Spiel ge⸗ wonnene Geld, welches er, wie man ſich erinnert, durchzubringen keine Zeit mehr gehabt hatte, weil er den zweitfolgenden Tag abgereist war.

Pauline zog ihn aus ſeinen Betrachtungen durch die Anzeige, daß ihn Madame Reinhard zum Früh⸗ ſtück erwarte. Er folgte ſeiner Freundin und fand

Paul de Kock. X. 3 2