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auf den andern Tag flößte ihm wieder Muth ein. Er begleitete ſeine Angebetete bis vor die Thüre ihrer Wohnung und ſchied nur mit dem Verſprechen baldigen Wiederſehens.
Glück im Herzen, kehrte Heinrich nach ſeinem Gaſthof zurück. Von der Rückkehr zum Vater war keine Rede mehr; ſeine Pauline beſchäftigte all ſeine Gedanken, ſeine Liebe. Bei der Nachricht, ſein Gebieter habe die Geliebte wiedergefunden, rief Frank:„Nun, da war's wohl der Mühe werth, gnädiger Herr, daß wir ſo weit herumreisten wegen einem Fräulein, das ſo nahe bei uns war! Aber es ſtand da oben geſchrieben!“
Kaum graute der folgende Morgen, als Hein⸗ rich ſchon unter den Fenſtern ſeiner Geliebten war⸗ tete. Man war im Monat November, wo es kalt zu werden anfing. Er ging vor dem Hauſe auf und ab, bis ſeine Schöne wach wäre; bald öffnete Pauline, die wahrſcheinlich nicht viel geſchlafen hatte, ihre Jalouſien.„Wie! Sie ſind's, mein Freund, ſo früh!...— Ach, theure Pauline! konnte ich fern von Ihnen ſchlafen?— Auch ich ſchlief nicht, wie Sie wohl ſehen; doch gleichviel, es iſt zu früh, Sie müſſen gehen.— Ach, Pauline! Sie lieben mich alſo nicht?— Aber, lieber Freund, Madame Reinhard ſchlummert noch.— Und ich ſterbe beinahe vor Kälte.— Sie können doch nicht eintreten.— Sie laſſen mich lieber unter Ihrem Fenſter erfrieren?..— Boſer!. Wohlan denn! warten Sie, ich komme herab.“


