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Heinrich lud ſeine Piſtolen, und dem Himmel dan⸗
kend, daß er ihn zum Vertheidiger eines Unglück⸗ lichen erkoren hatte, war er auf jeden Fall gerü⸗ ſtet. Nach einigen Minuten ſah er einen Mann auf einem Pferde ſich nahen. Noch war es nicht ſo dunkel, daß er die Züge des Reiſenden nicht hätte unterſcheiden können. Es war ein Mann von etwa vierzig Jahren und edlem Wuchſe, deſſen ſanftes, aber melancholiſches Geſicht eine unter der Laſt tiefen Kummers ſeufzende Seele verrieth.
Je näher der Unbekannte kam, deſto gewaltiger ſchlug Heinrichs Herz, und er vergaß über der Be⸗ trachtung ſeiner Züge die ſein Leben bedrohende Gefahr. Bald war er jedoch aus dieſem Zuſtand geriſſen. Die beiden Männer brachen plötzlich mit gezücktem Säbel auf den Reiſenden los, der durch einen ſo unerwarteten Angriff betäubt, nicht Zeit ge⸗ habt hatte, nach ſeinen Waffen zu greifen; er wäre unfehlbar unterlegen, hätte ſich nicht Heinrich
mit der Schnelle des Blitzes den Mördern ent⸗ gegengeſtellt. Dieſe plötzliche Erſcheinung erſchreckte ſie ſo ſehr, daß ſie ihre Beute los ließen und nur an ihre Flucht dachten. Heinrich feuerte ſeine Pi⸗ ſtolen auf ſie ab; einer der beiden Schurken ſiel todt nieder, der andere war nicht getroffen und entfloh durch das Dickicht des Waldes.
Heinrich hielt Verfolgung für unklug und kehrte ſich zu dem Geretteten. Der Reiſende wußte nicht wie er ſeinem Befreier ſeine ganze Erkenntlichkeit bezeigen ſollte.„Sie ſind mir keinen Dank ſchuldig,
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