Teil eines Werkes 
4. Th. (1843)
Entstehung
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Fünftes Kapitel. Monfreville's Liebe.

Der grauende Tag fand Cherubim in Louiſens Armen; das im obern Stock eingerichtete Zimmer war waͤhrend der Nacht uͤberfluͤſſig. Als aber der Morgen kam, ging

der junge Mann ganz leiſe hinauf, damit ſeine Dienſt⸗ leute glauben konnten, er habe die Nacht darin zuge⸗ bracht. Gegen neun Uhr laͤutete er Jasmin und hieß ihn nachſehen, ob Fraͤulein Louiſe auf ſei und ſeinen Be⸗ ſuch annehmen koͤnne. 3

Der alte Diener beſorgte eilends ſeinen Auftrag und uͤberbrachte mit ſtrahlender Miene ſeinem jungen Gebieter die Nachricht, ſeine Freundin ſei auf, und man ſehe an ihrem ſchoͤnen, friſchen Antlitze wohl, daß ſie die ganze Nacht ruhig geſchlafen habe.

Cherubim laͤchelte uͤber Jasmins Scharfblick und be⸗ eilte ſich, zu Louiſen hinabzugehen.

Das junge Maͤdchen weinte und barg ihr Angeſicht an dem Buſen ihres Geliebten; aber Cherubim ſprach zu ihr in jenem die Liebe ausdruͤckenden und zum Herzen eines Weibes dringenden Tone:

„Warum ſollteſt Du es bereuen, mich gluͤcklich ge⸗ macht zu haben, da ich doch von nun an mein ganzes Leben nur Deinem Gluͤcke widmen will? Wir verlaſſen uns nicht mehr, Su wirſt meine treue Gefaͤhrtin, meine theure Gattin...

„Nein,“ erigegmnee Louiſe weinend..„Sie ſind

reich... von vornehmer Abkunft... und koͤnnen kein

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