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die waͤhrend ihres Aufenthaltes bei dieſer Dame vorge⸗ fallenen Ereigniſſe mit; dann, mit der Hand an ihre Bruſt greifend, uͤberzeugte ſie ſich, daß ſie noch immer im Beſitz des Briefes war, den ſie Herrn von Monfre⸗ ville uͤbergeben mußte, und den Darena ihr entreißen wollte, als Cherubim ſo gelegen zu ihrer Vertheidigung herbeieilte.
„Morgen fuͤhre ich Sie zu Monfreville,“ begann Cherubim,„denn dieſen Abend iſt es zu ſpaͤt, ihn rufen zu laſſen. Frau von Noirmont verſicherte Sie, er werde Sie mit Ihrem Vater bekannt machen... aber auf alle Faͤlle.. moͤge kommen, was wolle.. ſchwoͤren wir uns gegenſeitig, uns nicht mehr zu verlaſſen... wenn Ihre Eltern nicht mehr ſind, ſo will ich Ihnen Alles erſetzen .. ich will Ihr Beſchuͤtzer.. Ihr Freund.. Ihr.“
Cherubim wußte nicht, wie er endigen ſollte, aber er ergriff Louiſens Hand und bedeckte ſie mit Kuͤſſen. Das junge Maͤdchen war ſo gluͤcklich, immer noch von dem Geſpielen ihrer Kindheit geliebt zu werden, daß ſie mit Freuden den verlangten Schwur that. Beide konnten nicht aufhoren, ſich die Verſicherung ihrer gegenwaͤrtigen und kuͤnftigen Liebe zu wiederholen; dann erinnerten ſie ſich ihrer Jugendfreuden, ihrer erſten Spiele, der mit einander verlebten ſuͤßen Augenblicke, jener kurzen und ſchonen Tage, die ihnen wieder bevorſtanden.
Fuͤr zwei innig liebende Weſen, die ſich lange nicht geſehen, verfließt die Zeit unbemerkt. Schon lange hatte Jasmin ſeinem Herrn gemeldet, daß das Zimmer oben
fuͤr ihn gerichtet ſei, und Cherubim den alten Diener weggeſchickt, da er ſelbſt im Begriff war, ſich zuruͤckzu⸗


