Teil eines Werkes 
4. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

2

Neues zu ſagen wußte: aber ich lauerte, wartete und erſpähte den Augenblick, um zu handeln. Endlich iſt er gekommen, ich habe gehandelt, und die ſchoͤne Globeska iſt in unſerer Macht.

Waͤr's moͤglich? Ach, mein lieber Darena, er⸗ zaͤhlen Sie mir doch, wie Sie's gemacht haben?

O! zum Kukuk! auf meine gewoͤhnliche Weiſe: ich habe Gold ausgeſtreut! Ich kenne nur dieſes Mittel, das hilft immer. Ziehen Sie ſich an, und waͤhrend deſſen will ich Ihnen die ganze Begebenheit erzaͤhlen; aber rufen Sie keinen Kammerdiener.... denn Sie begreifen wohl, daß ich ſo etwas nicht vor Zeugen ſprechen kann .. Ich habe mich ſchon gehoͤrig compromittirt... aber ich ſcheere mich nichts darum!

Cherubim ſtand auf, kleidete ſich an, und ſagte zu Darena:

Sprechen Sie, ich hoͤre, ich verliere kein Wort.

Sie wiſſen, daß die ſchoͤne Polin mit ihrem Manne ein Hotel garni im Marais bewohnte; ich be⸗ ſtellte Ihr Liebesbriefchen mittelſt Beſtechung einer Kam⸗ merjungfer und zweier Portiers; die Graͤfin Globeska ließ erwidern, daß ſie wahnſinnig in Sie verliebt ſei und nur auf die Befreiung von ihrem Tyrannen harre. Das war Alles ganz in Ordnung. Wie ſollte man aber eine junge Frau entfuͤhren, deren Gatte ſie ſo wenig verließ, als ihr Schatten 2... das war ſchwierig. Sieben Tage vergingen auf dieſe Weiſe; Herr von Globesky hatte ſeine Frau nicht einen Augenblick verlaſſen. End⸗ lich erfuhr ich geſtern von einem Thuͤrſteher(Alles durch die Macht des Goldes!), daß der polniſche Graf entſchloſſen