Teil eines Werkes 
4. Th. (1843)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Mit dieſen Worten drang Darena haſtig in das Schlafgemach des jungen Marquis, und ließ den an die Wand ſich klammernden Jasmin mit zornerſtickter Stimme brummen:

Alter Eſel!... Er hieß mich einen alten Eſel!

. das iſt unverſchaͤmt. Nie haben mich die Grand⸗ vilain, Vater und Sohn, mit einem ſolchen Ausdruck beſchimpft!... Er iſt kein Eſel... aber ich fuͤrchte, daß er ein weit ſchlechteres Thier iſt.

Darena trat an Cherubims Bett, ſchob die Umhaͤnge zuruͤck, und rief ihm zu:

Auf Jokonde! auf Lovelace... Richelieu, Rocheſter! Endlich iſt der Augenblick des Sieges gekommen! Tod und Teufel! ich darf ſagen, lieber Freund, daß ich mich's Ihretwegen Muͤhe koſten ließ!... uf! ich kann nicht

mehr!

Damit warf ſich Darena auf ein Ruhbett und wiſchte ſich mit dem Nastuch das Geſicht ab.

Aber was iſt denn ſeit acht langen Tagen aus Ihnen geworden, daß ich Sie nicht ein einziges Mal zu Geſicht bekam und nicht wußte, was ich von Ihrem Stillſchweigen zu halten hatte? fragte Cherubim, ſeinen Freund anblickend;ich glaubte, Sie haͤtten mich ver⸗ geſſen!

Hal ſo ſind die Menſchen!.. die jungen Leute wenigſtens! Wenn die Sachen nicht im Augenblick ge⸗ ſchehen, meinen ſie, man habe ſie vergeſſen. Vergeſſ' ich meine Freunde? bin ich Ihnen nicht ganz ergeben? Wenn Sie ſeit acht Tagen keine Nachrichten von mir

empfingen, ſo ruͤhrt es daher, weil ich Ihnen nichts