„wurde.— O ja! und die arme Frau; die Ihr
zuſammengeführt habt, meint Ihr, man dürfe ihr nichts geben, ſich verbinden zu laſſen?— Wenn ſie todt iſt, was Deufels ſoll ich dann ma⸗ chen?— Gleichviel, ſie braucht einen Troſt.“ Heinrich ſah wohl, daß, um aus der Sache
zu kommen, Geld nöthig ſei. Er ging daher auf
die Alte zu, drückte ihr ungefähr fünfzehn Gold⸗ ſtücke in die Hand, und auf dieſe Weiſe gelang es ihm, dem Commiſſär zu entſchlüpfen.„Schaut! wie glücklich die alte Schreierin iſt! ſagte ein Weib zu ihrer Nachbarin. Für diß Hälfte der Summe ließe ich mir alle Dage ein Gleiches wi⸗ derfahren.— Es gibt Leute mit unvernünftigem Glück, antwortete die Zweite. Dieſe hat's ihrer Katze zu verdanken.— Darum wird ſie nicht rei⸗ cher, bemerkte eine Dritte; ſie iſt eine alte Spie⸗ lerin, die all dies Geld wieder in die Lotterie trägt.“ Beſchmutzt, ermattet und beſonders darüber in Verzweiflung, daß er ſein Rendezvous verfehlt hatte, kam Heinrich nach Hauſe zurück. Er klei⸗ dete ſich indeß wieder um, beſtellte einen Wagen und wagte es, ſich bei ſeiner Schönen anmelden zu laſſen. Angenehm ward er durch die Nachricht überraſcht, daß ſie noch zu Hauſe ſei; er wußte nicht, daß es zum guten Ton gehöre, überall zwei Stunden auf ſich warten zu laſſen. Wie Jemand, den man ſeit lange kennt, ward er empfangen. Er ſah, daß Frank ihn nicht getäuſcht hatte, als


