129
ungeheure Menge jener Pflaſtertreter herbei, von denen Paris wimmelt.„Ein Weib von einem Cabriolet niedergerennt, welches ein junger Mann führt, ſagte der Eine. Dieſe Laffen richten lauter Unheil an... doch iſt das Cabriolet zuſammen⸗ gebrochen.— Erſtaunlich, rief ein Anderer, daß dieſe Frau die Kraft hatte, einen Wagen umzu⸗ werfen...“ Und während man ſo diſputirte, hatte der Kärner für klug gehalten, ſich mit ſeinem Wagen aus dem Staube zu machen, damit er die Sache nicht ausbaden durfte.
Heinrich ſtieg aus ſeinem Cabriolet, alle Fuhr⸗ leute und Maulaffen zum Teufel wünſchend. Frank, der hinten aufſaß, hätte beinahe das Leben ver⸗ loren: doch kam er noch mit einem geſchwollenen Auge und einigen Beulen an der Stirne davon. Das alte Weib, die mehr Furcht als Schaden genommen hatte, aber doch Nutzen aus der Sache ziehen wollte, erfüllte die Luft mit Zetergeſchrei und Gewinſel.
Heinrich glaubte, ruhig wieder nach Hauſe zurückfahren zu dürfen, und hatte Frank aufgegeben, ſein Cabriolet wieder aufzurichten, als die ſie um⸗ ſtehende Menge der Alten rieth, ihn zu dem Com⸗ miſſär zu führen.„Zu dem Commiſſär! rief Hein⸗ rich, und was ſoll ich dort thun?— Ah, ſo! ſchöner Herr; Ihr glaubt, man renne die armen Leute nieder und dann ſei von nichts mehr die Rede?— Aber, Dummkopf! ich bin ja ſelbſt das Opfer von dem Allem, da mein Cabriolet zerbrochen
Paul de Kock. IX. 9


