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Hergelaufenen empfängt!...— Eine Frau vom feinſten Geſchmack!... 2
Um die Zeit bis zum andern Tage zu toͤdten, fing Heinrich ſeine Wanderungen vom vorigen Abend wieder an und beſuchte alle öffentlichen Orte. An ein Spielhaus kommend, trieb ihn der Wunſch, ſein Geld zu vermehren, um in Paris glänzend auftreten zu können, hinauf. Zitternd ſetzt er einige Louis, in der ſichern Erwartung, zu verlieren, auf das Rothe: aber er gewinnt; er ſetzt ſein Spiel fort, das Glück bleibt ihm gün⸗ ſiig, er ſieht, daß er im Zug iſt, ſpielt höher und geht endlich nach Verlauf einer Stunde mit dreißig⸗ tauſend Franken mehr in der Taſche weg.
Auf dieſes hin, will er ganz nach der Mode
ſein und alle Zierbengel des Tages überſtrahlen.
Wie ein Raſender laufend, kehrt er in ſein Hötel zurück. Frank erhält den Befehl, das ſchönſte Ca⸗ briolet zu miethen, ihm augenblicklich einen Ju⸗ welier, einen Pferdehändler und einen Tanzmeiſter zu ſchicken. Voll Verwunderung lauft Frank da⸗ und dorthin, ohne zu wiſſen, was er thun ſoll, aber das Verhängniß ſegnend, das ſeinen Herrn zum Millionär gemacht.
In Paris kommt man jedoch mit dreißigtauſend Franken nicht weit; der Juwelier und der Pferde⸗ händler hatten ihm bald für mehr als das Dop⸗ pelte verkauft; Heinrich ſah wohl, daß er nicht ſo reich ſei, als er glaubte; allein er dachte, auf die Roulette zurückkehrend, könne er noch mehr


