126 pächter, drei Banquiers gehabt und iſt jetzt eben
an ihrem neunten Lieferanten.— Du ſpaßeſt,
Frank.— Nein, gnädiger Herr, ich ſage die Wahr⸗
heit: ſie macht Aufſehen, ſie iſt die Dame der
Mode, die Schönheit des Tages; ſo lauten die
eigenen Worte des Pförtners.— Ah! ſie iſt die
Dame der Mode! Dann werde ich, da ich der Mode folgen will, der Tänzerin auf den Zahn fühlen.— Sie haben Recht, gnädiger Herr, es iſt das beſte Mittel, von Ihnen ſprechen zu machen. Ich rathe Ihnen indeß, ſie nicht lange zu behal⸗ ten, denn ſo wie ſie's treibt, würden wir uns bald auf der Liſte der Abgedankten befinden.— Sei ruhig, Frank; wenn dieſe Frau mich liebt, wird ſie mich nicht zu Grunde richten.— Ach! gnädiger Herr... Liebe ſuchen bei einer Operntänzerin; das“ heißt zu viel verlangen.“ Am folgenden Morgen ſchrieb Heinrich einen Liebesbrief an ſeine Schöne und ließ ihn durch Frank beſtellen. Dieſer kam bald mit einer Antwort der Dame zurück, welche Heinrich für den andern Morgen zum Café einlud.
„Nun wohlan, Frank! ſagte Heinrich, Du ſiehſt, ich habe ihr Herz gerührt.— Möglich, gnädiger Herr.— Sag mir aber, hat ſie Dich etwas ge⸗ fragt?— Gewiß, gnädiger Herr! ſie fragte nach Ihrem Namen und Stand. Graf von Fram⸗
bergl! wiederholte ſie, als ich Sie genannt hatte,
und augenblicklich ſchrieb ſie das Ihnen eingehän⸗ digte Billet.— Eine Frau, die nicht jeden
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