Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Händen. Leb wohl, theure Julie, glaube mir, ich werde mein Lebenlang nicht vergeſſen, was Du für mich gethan.

Mit dieſen Worten drückte ſie Heinrich zärt⸗ lich an ſein Herz, und ſie entfernte ſich ſchnell.

Ein gutes Mädchen, dieſe Julie, ſagte Frank zu ſeinem Herrn, als ſie fort war; ich habe nicht gehört, was ſie Ihnen ſagte, und doch bin ich ſicher, daß es zu Ihrem Beſten iſt... Frank! Gnädiger Herr! Halte zwei Pferde bereit und packe unſre Mantelſäcke... Wie? gnädiger Herr!... reiſen wir ab? Thu, was ich Dir ſage und erwarte mich; in einem Augenblick bin ich zurück. Ganz recht, gnädiger Herr!

Damit hüllte ſich Heinrich in ſeinen Mantel und eilte an den zum Stelldichein bezeichneten Ort. Er wollte ſich ſelbſt überzeugen, wie weit die Marquiſin ihre Rache treibe; doch gebrauchte er die Vorſicht, einen Degen und ein Paar Piſto⸗ len unter den Mantel zu nehmen.

Mitternacht hatte ſo eben geſchlagen, als Hein⸗ rich vor dem Haus der Gräfin anlangte.Ich komme vielleicht zu ſpät, ſagte er bei ſich ſelbſt, und der ausgeſonnene Streich wird unterbleiben. Er ging inzwiſchen vor dem Hauſe auf und ab, welches die Ecke einer kleinen dunkeln Straße bildete und durch ſeine vereinzelte Lage ſich für die Abſichten der Marquiſin eignete.

Er wartete ſeit einigen Minuten, als ein Mann, in einen Mantel gehüllt, mit einer Blendlaterne