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ſoll das heißen, Julie?— Das ſoll heißen, mein Herr, daß die Frau Marquiſin Ihre neue Leiden⸗ ſchaft für die junge neapolitaniſche Gräfin, welche ſeit Kurzem in ihr Haus kommt, kennt.— Wie, Julie!... Du kannſt denken?.— Ach!... mein Herr, mich können Sie nicht täuſchen, ich weiß in Ihrem Herzen zu leſen; aber ich liebe Sie zu ſehr, als daß ich mich rächen möchte, ſelbſt wenn ich es könnte!.. Ich will Sie im Gegentheil aus der Schlinge retten, in die Sie zu fallen im Begriff ſtehen.— Was willſt Du damit ſagen, Julie?— Sie haben dieſen Morgen ein Billet erhalten.— Es iſt wahr.— Man gibt Ihnen darin ein Rendezvous für die heutige Mit⸗ ternachtsſtunde vor dem Hauſe, das die Gräſin bewohnt.— Wer hat Dich aber von dem Allem unterrichtet?— Ei! wie ſollte ich's nicht wiſſen, da die Frau Marquiſin Ihnen dieſes Billet ſchrei⸗ ben ließ?— Die Marquiſin?— Sie ſelbſt.— und in welcher Abſicht?— Zu ſehen, ob Sie treulos an ihr werden, indem Sie an den Ort des Stelldicheins gehen.— Und wenn ich hingehe? Sie iſt eine Italienerin; damit baſta!— Wie? Du hältſt ſie für fähig, zu 2— Die Eiferſucht macht ſie wüthend gegen Sie, und wenn Sie mir glauben, ſo gehen Sie nicht zu dieſem Rendezvous. — Sei ruhig, liebe Julie, wenn ich hingehe, werde ich meine Vorſichtsmaßregeln ergreifen.— Uebrigens habe ich Sie gewarnt, jetzt laſſe ich Sie allein: Ihr Schickſal liegt in Ihren eigenen


