Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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Heinrich konnte ſie nicht ſehen, ohne jene Liebe für ſie zu fühlen, die er ſchon für die letztere empfunden hatte. Die junge Gräfin ihrerſeits ſah unſern Helden nicht mit Gleichgültigkeit; aber die Mar⸗ quiſin, bis zum Uebermaß eiferſüchtig, las in Hein⸗ richs Augen deſſen neue Leidenſchaft und beſchloß, ſich an dem Treuloſen zu rächen.

Die Gelegenheit dazu blieb nicht lange aus. Heinrich empfing ein Billet, worin man ihn ein⸗ lud, ſich vor das Haus der Gräfin zu begeben, und ihm ſagte, er werde zu ſeiner Geliebten geführt werden. Nicht zweifelnd, dieſes Billet komme von der Gräfin ſelbſt, rüſtete ſich Heinrich, im Hochgefühl erhörter Wünſche, zu ſeinem Rendezvous und ließ der Marquiſin, welche ihn dieſet Abend erwartete, ſagen, er ſei unwohl und könne ſich nicht bei ihr einfinden.

Als die Stunde des Stelldicheins herankam und ſich Heinrich zum Gehen anſchickte, klopfte man mehrmals an ſeiner Thüre.Vielleicht die Marquiſin, ſagte Heinrich zu Frank; man muß ihr nicht öffnen. Doch die Worte:Deffnen Sie, öffnen Sie unbeſorgt, mit ängſtlicher Stimme ausgeſprochen, beſtimmten ihn, zu ſehen, wer es ſein könne; er ſchloß auf und ſah Julien in ſein Gemach treten.

Sie ſind verwundert über meinen Beſuch, gnädiger Herr, redete Julie ihn an, wenn Sie aber den Beweggrund deſſelben kennen, werden Sie mir, hoffe ich, Dank dafür wiſſen. Was

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