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Schon recht; komm, kleide mich aus!— Madame geht ſchon zu Bette!— Warum ſchon 2 es iſt ja bald drei Uhr.— Ach, Sie haben Recht, gnädige Frau.“
Julie folgte der Marquiſin, das Schickſal ver⸗ wünſchend, das ſie von dem. Geliebten trennte, und in einem Augenblick, wo er ihrer ſo ſehr bedurfte. Heinrich war in der That nicht im be⸗ haglichſten Zuſtande in einem Schranke, der zwar zum Aufhängen der Kleider der Frau Marauiſin paßte, wo er aber ſeine Stellung nicht verändern konnte und der Mangel an friſcher Luft ſeine Qual noch erhöhte. Umſonſt wollte er verſuchen, die Thüre ſeines Käfigs zu öffnen; Julie hatte zu größerer Sicherheit den Schlüſſel mitgenommen und von innen ging das Schloß nicht auf.„Ach! ſprach Heinrich bei ſich ſelbſt, Müller, mein Lehrer, hatte mir richtig geſagt, die Weiber werden mich zu dummen Streichen verleiten!..“ Nach einer qualvollen halben Stunde beſchloß Heinrich endlich, ſich um jeden Preis aus einer Lage zu befreien, die ihm unerträglich ward. Ueberdies hätte er vergeblich auf Juliens Hülfe gewartet; die Mar⸗ aauiſin, die etwas zu argwohnen ſchien, führte Julie aus dem an ihr Schlafzimmer ſtoßenden Kabinet und zog die Thüre hinter ſich zu, ſo daß ſich das arme Kind genöthigt ſah, ihren Geliebten der Gnade eines andern Weibes preiszugeben; doch hoffte ſie, Heinrich werde, von der Abend⸗ geſellſchaft ermüdet, ruhig in ſeinem Verſtecke ein⸗ ſchlafen.


