Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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erkundigte ſich nach dem Wetter; man ſagte ihr, der Sturm ſei vorüber, aber der Regen falle im⸗

mer noch in Strömen; nun hat ſie Heinrich, einen Platz in ihrem Wagen anzunehmen, da er ſich gleich ihr nach Rom begebe. Heinrich, dem Juliens Seitenblicke nicht unbemerkt geblieben, und der die Marquiſin ſehr ſchön fand, hütete ſich wohl, es auszuſchlagen, und man machte ſich wieder auf den Weg.

Aha! ſprach Frank bei ſich ſelbſt, ich ſehe wohl, dieſes Abenteuer, das einen ſo romantiſchen Anſtrich hatte, wird ein eben ſo proſaiſches Ende nehmen wie andere.

Heinrich war mit den beiden Damen im Wagen. Die Marquiſin wünſchte, er ſolle an ihrer Seite Platz nehmen; Julie ſetzte ſich Heinrich gegenüber,

mit ſchmollender Miene, die ihr indeß zum Ent⸗

zücken gut ſtand. Dieſe Julie war ein ganz hübſches Mädchen: ihre Augen hatten einen wunderlieblichen Ausdruck und gewöhnlich ruhten ſie auf Heinrich, wenn ſich Julie von ihrer Gebieterin nicht beobachtet ſah. Die Marquiſin war ein vollendet ſchönes Weib: ihr edler, eleganter Wuchs wurde durch ein Geſicht von regelmäßiger Schönheit noch mehr gehoben; ihre Haare waren von glänzendem Schwarz; und ihre Augen, voll Feuer und Lebhaftigkeit, verkündeten ein heißes Gemüth und einen unge⸗ ſtümen Charakter.

Ohne weitern Unfall langten die Reiſenden in Rom an; und beim Abſchied lud die Marquiſin