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Geſellſchaft an einem verlaſſen ſcheinenden Orte zu finden glaubte. 1
Die Dame belehrte ihn, daß ſie die Marquiſe von Belloni ſei, eine Reiſe nach einem ihrer Güter bei Florenz gemacht habe und nach Rom zurück⸗ kehre; vor dem alten Gebäude von dem Gewitter überraſcht, ſei ſie lieber hier eingetreten, um das Leben ihrer Dienerſchaft nicht aufs Spiel zu ſetzen. „Ich habe dieſen Menſchen, fügte ſie, auf Hein⸗ richs Führer deutend, hinzu, auf Kundſchaft aus⸗ geſandt, und da ich ſeine Feigheit kenne, durfte ich mich wohl auf einige Mißgriffe gefaßt machen; doch ich bin entzückt, mein Herr, daß er unſer Zuſammentreffen veranlaßt hat.“
Heinrich erwiderte dieſes Compliment auf die galanteſte Weiſe und unterrichtete die Marquiſin gleichfatzs von ſeinem Namen und dem Zweck ſeiner Reiſe. Als ſie Heinrichs Namen und Stand hörte, ſchien ſie noch mehr zufrieden mit dieſem Vorfall, und es entſpann ſich ein ſehr eifriges Geſpräch. Frank ſeinerſeits ſuchte mit der jungen Perſon, wie es ſchien die Kammerfrau der Marquiſin, Be⸗ kanntſchaft anzuknüpfen, aber Julie(ſo hieß ſie) hörte nicht ſehr auf denſelben, ſondern faßte Hein⸗ rich ſcharf ins Auge.
Die Marquiſin und Heinrich vergaßen im Ge⸗ ſpräch, daß die Nacht vorübergehe; allein die Die⸗ nerſchaft, welche ſich wahrſcheinlich nicht ſo gut unterhielt als die Gebieterin, machte ihr bemerk⸗ lich, daß der Tag zu grauen beginne. Die Margauiſin


