Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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ling zuweilen dieſe fernen Promenaden allein un⸗ ternehmen, mit dem Beding jedoch, daß er ſtets vor Einbruch der Nacht wiederkomme.

Eines Tags war er wie gewöhnlich aufgebro⸗ chen, aber die Stunde ſeiner Zurückkunft verſtrich, ohne daß er wieder im Schloſſe erſchien. Müller, im Begriff mit Bethmann eine Flaſche alten Rhum zu leeren, gewahrte Anfangs Heinrichs Abweſen⸗ heit nicht; als indeß die Nacht etwas vorgerückt war, fragte er, ob der Herr Graf zurück ſei, und man antwortet ihm mit Nein. Nun fing er an, etwas unruhig zu werden, aber er vermuthete, Heinrich werde ſich weiter, als er zu thun pflegte, entfernt und nicht vorausgeſehen haben, daß ihn die Nacht, ehe er aufs Schloß gelange, überfallen

würde. 3 Doch die Zeit verſtrich: die Mitternachtsſtunde ſchlug und Heinrich kam nicht wieder. Da Mül⸗ ler ſeiner Ungeduld und der Furcht, es möchte

ſeinem theuern Zögling irgend ein Unglück zuge⸗

ſtoßen ſein, nicht mehr Herr werden konnte, ließ er ein Pferd ſatteln, ſchwang ſich hinauf und be⸗ fahl den übrigen Dienern, ſogleich auf verſchie⸗ denen Wegen zur Aufſuchung ihres jungen Herrn abzugehen.

Die Nacht war finſter: Müller ließ ſein Pferd den erſten beſten Weg einſchlagen, ermangelte je⸗ doch nicht, ihm auf eine Weiſe zuzuſetzen, daß es nicht einſchlief. Nachdem er ziemlich lange fort⸗ galoppirt war, ohne auf ein lebendiges Weſen zu

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