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trefflich, ſchlug ſich beinahe eben ſo gut, als ſein Lehrer, der bei ſeinem Schnurrbart ſchwur, daß ihm ſein Zögling Ehre machen werde.
Mit fünfzehn Jahren hatte Heinrich das An⸗ ſehen eines Mannes und die Leidenſchaften mußten ſich bei ihm eben ſo frühzeitig, als der Körper entwickeln; er war groß, wohlgebaut, von edlen und angenehmen Geſichtszügen, eben ſo ſchnell, ſich über einen Fehler zu entſchuldigen, als leicht⸗ ſinnig ihn zu begehen; er war außerdem brav, menſchlich, gefühlvoll, aber aufbrauſend, jähzornig, ungeſtüm in ſeinen Wünſchen, barſch in ſeinen Hand⸗ lungen und kannte keine Gränze, keine Mäßigung. Mit einem ſolchen Charakter und von Müller ge⸗ leitet, konnte es nicht fehlen, daß er zu guten und ſchlimmen Bemerkungen über ſich Veranlaſ⸗ ſung gab.
Der Aufenthalt auf Schloß Framberg fing an, unſerem Jüngling ſehr langweilig zu werden, da Reiſeluſt und das Verlangen, die Welt kennen zu lernen, ihn ihm aufloderte. Jeden Tag machte ihm Müller Hoffnung, daß der Oberſt eintreffen und ſich alsdann ſeine Lebensweiſe ändern werde; aber die Zeit verſtrich und der Oberſt kam nicht.
Heinrich, müde, im Schloßraum umherzureiten, dehnte ſeit einiger Zeit ſeine Spaziergänge ins Freie aus und kam nicht bälder zurück, als bis Mattigkeit oder Bedürfniß ihn zur Ruhe zwang. Müller, nicht mehr in dem Alter, wo es Vergnü⸗ gen macht, ſich lahm zu rennen, ließ ſeinen Zög⸗


