4 4
23
unſern Liebenden den erſten Tag ihres Zuſammen⸗
'treffens⸗zurück. Am Walde ſtanden ſie ſtill, tauſend köſtliche Gefühle bemächtigten ſich ihrer Herzen. D'Irmeville drückte ſeine Geliebte in ſeine Arme; Clementine gab ſich ganz ſeinen Liebkoſungen hin, und beide vergaßen die Welt und ihre Convenien⸗ zen, um nur noch an die Liebe zu denken.
Da unglücklicherweiſe das höchſte Vergnügen die kürzeſte Dauer hat, ſo ſchwand die Täuſchung, die Sinne wurden wieder ruhiger und Clementine ſah mit Entſetzen den Abgrund, in welchp ſie geſtürzt war. Doch d'Ormeville war bei⸗ ihr, er ſtillte ihren Schmerz, trocknete ihre Thräneh, etwas Leichtes für einen Liebhaber! Clementine lächelte.. Wenn die Liebe den Genuß überlebt, iſt man immer noch glücklich.„
Man mußte ſich indeß trennen, und dies war das Härteſte!... Endlich ging Clementine durch
die kleine Pforte des Parks nach Hauſe; aber wie
ſehr zitterte ſie, als ſie durch die Gemächer des Schoſſes hinſtog! Mit welcher Verwirrung redete
ſie nicht den Urheber ihrer Tage an! Wenn det
Baron erſt zwanzig Jahre gezählt hätte, er hätte Alles geahnt. Aber unſre Eltern ſind nicht mehr, wie wir, im Alter der Leidenſchaften; darum iſt es auch leicht, Ahnen die in uns tobenden zu ver⸗ bergen.
Je mehr indeß unſre Liebenden der Liebe pfleg⸗ ten, um ſo weniger dachte d'Ormeville an ſeine Abreiſe, bis ein unerwartetes, aber ganz natür⸗


