Teil eines Werkes 
1. Th. (1843)
Entstehung
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19 Ihre gute Amme, welche die Veränderung in ihrem ganzen Weſen wohl bemerkte, fragte ſie um die Urſache, und Clementine, die kein Geheimniß für dieſelbe hatte, machte ſie mit dem geſtrigen Zuſam⸗ mentreffen und dem Gegenſtand, der ſie beſchäftigte, bekannt, was ſie ihrem Vater nie zu erzählen ge⸗ wagt hätte: ſo wahr iſt es, daß Sanftmuth und Vertranlichkeit zum Zutrauen hinreißt, während die Ehrfurcht gegen die Eltern öfters die Quelle einer gegen ſie beobachteten Zurückhaltung iſt.

Mariane, die in dieſem Zuſammentreffen nur etwas ganz Natürliches fand, ohne die Folgen deſ⸗ ſelben vorauszuſehen, wunderte ſich über Clemen⸗ tinens Aufregung. Während ſie dieſen Gegenſtand beſprachen, pochte man an der Thüre. Herzklopfen zeigte Clementinen an, daß es ihretwegen geſchehe: Mariane öffnete und wirklich trat auch der junge Mann aus dem Wald in die Hutte.

Er lächelte, als er die bald erröthende, bald zitternde Clementine gewahrte. Die gute Mariane ſtaunte beide mit offenem Munde an, unſchlüſſig, ob fie ſchweigen oder reden ſolle.

Leicht fand der junge Mann einen Vorwand für einen Beſuch; er ſagte Marianen, daß er gegen Abend, auf der Jagd verirrt, in großer Verlegen⸗ heit geweſen ſei, worauf er dann die Hütte erblickt habe. Er bat um etwas Milch und Obſt, da er ſeit dem Morgen nichts genoſſen habe. Sich hierauf an Clementinen wendend, grüßte er ſie ſchüchtern

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