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Als aber der alte Baron Clementinen ſagte, daß ſie den Oberſt Framberg als ihren künftigen Gemahl zu betrachten habe, erblaßte ſie, gerieth in Verwirrung und warf ſich ihrem Vater zu Füßen, flehentlich bittend, er möchte ſie nicht zwingen, ihn zu verlaſſen. Der Baron ſtellte ihr vor, daß ſie ihn nicht zu verlaſſen brauche; daß er fortwährend bei ihr wohnen werde; daß ſie überdies eines Be⸗ ſchützers, eines zweiten Vaters bedürfe, der, wenn ihr Vater zu Grabe getragen ſein würde, deſſen Stelle erſetze, und daß er zu Erfüllung aller dieſer Pflichten keinen würdigern Mann finden könne, als den Sohn des Grafen Hermann; kurz, der Baron gab ſeiner Tochter zu verſtehen, auf dieſer Ehe beruhe ſeine ſchönſte Hoffnung, und ſeine alten Tage verkümmere ſie, wenn ſie ihm hierin zu ge⸗ borchen ſich weigere.
Clementine ſchwieg, ſuchte ihre Thränen zu
verbergen und verſprach ihrem Vater, ſeinen Wün⸗ 3
ſchen zu willfahren. 7
Indeß erlangte ſie von dem Baron wenigſtens einen Aufſchub, damit ſie, wie ſie ſagte, Zeit habe, ihren künftigen Gemahl kennen zu lernen; darauf wurde beſchloſſen, daß die Verbindung erſt nach Verlauf von drei Monaten ſtatt finden ſolle.
Woher mochte der Kummer Clementinens bei der Verkündigung ihrer bevorſtehenden Vermählung rühren? Wenn der Oberſt nicht den ſanften und zärtlichen Ton hatte, welchen man bei einem Lieb⸗ baber wünſcht, ſo beſaß er wenigſtens vortreffliche


