7
aber entſchuldigte ſich ſo gut es ging, und man ſchlug den Weg nach dem Wirthshauſe ein, indem man den Oberſt unter beide Arme nahm.
Unſere Reiſenden waren noch keine Viertelſtunde vorwärts geſchritten, als ſie ein kleines Haus von einfachem, doch gefälligem Aeußern erblickten: es beſtand aus einem Parterre, einem Stockwerk und den Dachböden; grune Ialouſien ſchützten die Be⸗ wohner vor der Sonnenhitze und mehrere buſchige Eichen beſchatteten den Eingang: kurz Alles ſchien anzudeuten, daß der Herr dieſer Wohnung, des geräuſchvollen Stadtlebens müde, ſich in dieſe Einſamkeit zurückgezogen habe, um ſeinen Sinnen in ſtillen Betrachtungen Ruhe zu gönnen.
„Das nennſt Du eine Herberge!“ ſchnaubte Muͤller den Poſtillon an;„dreifaches Donnerwetter, ich glaube, Du willſt meinen Oberſt noch gar ſpa⸗ zieren führen?...— Laßt uns immerhin klopfen! antwortete der Schwager; d'rinnen werden wir ſchon ſehen, woran wir ſind.
Müller pocht mit gewichtigen Schlägen an der Thüre: keine Antwort; neues Klopfen: Alles um⸗ ſonſt. Zu ihrem höchſten Unſtern war inzwiſchen die Nacht eingebrochen und die Verletzung des Oberſten, durch das Gehen ſchlimmer gemacht, ver⸗ urſachte demſelben entſetzliche Schmerzen.
„Und wenn alle Deufel ſich verſchworen hätten, mein Oberſt, ſo können Sie in Ihrem jetzigen Zu⸗ ſtande doch nicht unter freiem Himmel ſchlafen. Da die Bewohner dieſes Hauſes taub ſind, ſo müſſen wir ſie zu entbehren ſuchen.“ Bei dieſen


